Why should I?
Die Länder und ihre Bevölkerungen sind Anderes und Besseres …

… als was von den Medien über ihre Regierungen und ihre Wirtschaft berichten.

Ihre grossen, Hoffnungen nährenden Potentiale für die Zukunft liegen in ihrem Streben nach Menschlichkeit und in ihrer Arbeit an alltäglicher Kultur ohne Stars und Erfolgsmeldungen.

Manchmal will es scheinen, die Medien hätten vom Wesen der Demokratie und von deren kultureller Kraft und Bedeutung keine Ahnung. Sie berichten über Interessenkämpfe wie über Sportereignisse und fokussieren alles Geschehen auf Gewinner und Verlierer. Ihnen scheint belanglos, wo nicht um “Siege” welcher Art auch immer gerungen wird.

Der hohe Stellenwert jedweder Überlegenheit und ihrer Gewaltpotentiale behindert den noch lange nicht verwirklichten Ausstieg organisierter Kollektivität aus letzten Endes immer noch feudalen Führungs- und Autoritätsstrukturen. Sie taugen endgültig nicht mehr länger für die Bewältigung vielschichtiger und von unüberblickbar vielfältigen Makro- Mikro- und Metadynamiken pausenlos und beschleunigt transformierter Wirklichkeit. Das ist nicht nur in Italien so. Die Fragen nach Nutzen, Notwendigkeit, Legitimation, Definition, Bedingungen und Organisation von Führung sind Teil der grossen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Es liegt auf der Hand, dass wer eine Führungsposition welchen Rangs, in welchem Kontext und von welcher Bedeutung auch immer anstrebt, errungen hat oder mit Zähnen und Klauen beibehalten möchte, diesen Fragen auf jede Art und Weise ausweicht und sie als Anarchismen oder Schwärmereien abtun möchte.

Es ist nicht notwendig, Mächtige vom Sockel zu stürzen. Es genügt, sie nicht mehr zu beachten und selber Verantwortung zu übernehmen.

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